Traumatherapie & Neurodiversität · Privatpraxis
Manche Erfahrungen lassen sich kaum in Worte fassen und wirken oft lange nach. Traumatherapie befasst sich mit genau diesen Spuren. In meiner Praxis in Heidelberg arbeite ich dabei unter anderem mit EMDR, einem strukturierten Verfahren der Traumatherapie zur Bearbeitung belastender Erinnerungen.
Trauma verstehen
Traumatherapie und traumasensible Begleitung.
Nicht jede belastende Situation wird automatisch zum Trauma und doch können auch scheinbar „kleine" Erlebnisse nachhaltige Spuren hinterlassen: wiederholte Zurückweisung, emotionale Vernachlässigung, ein Aufwachsen ohne verlässliche Sicherheit, Verluste, die nie Raum bekommen haben. Man spricht dann häufig von Bindungs- oder Entwicklungstrauma.
Oft stellt sich die Frage, ob das Erlebte „schlimm genug" ist. Es braucht keine vorab bestehende Diagnose und keinen Vergleich mit anderen, um Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Ob Erfahrungen aus der Kindheit, aus Beziehungen, dem beruflichen Umfeld stammen oder durch Gewalt entstanden sind, jede Geschichte zählt.
In meiner Praxis arbeite ich mit imaginativen und körperorientierten Verfahren sowie mit EMDR, damit das Erlebte einen Platz finden darf. Wertschätzend gegenüber dem, was war, und zugewandt dem, was werden darf.
Meine Begleitung richtet sich an Erwachsene und auch an Angehörige, die einen nahestehenden Menschen besser verstehen und unterstützen möchten.
Vielleicht kennen Sie das
Ständig „an" sein
Innere Unruhe, Schreckhaftigkeit, das Gefühl, nie wirklich abschalten zu können, selbst wenn gerade alles in Ordnung ist. Schlafprobleme.
Wiederkehrende Erinnerungen
Bilder, Träume oder Körperempfindungen, die sich aufdrängen, oft ausgelöst durch scheinbar „harmlose" Situationen.
Vermeiden und Funktionieren
Bestimmte Orte, Themen oder Gefühle umgehen und nach außen so tun, als wäre alles gut, obwohl innerlich noch viel Belastung zurückgeblieben ist.
Taubheit und Distanz
Sich selbst oder die Welt wie durch eine Glasscheibe wahrnehmen, wenig fühlen, sich von anderen Menschen abgeschnitten erleben.
Schwierige Nähe in Beziehungen
Vertrauen und Nähe fallen schwer und alte Beziehungsmuster beeinflussen immer wieder das Miteinander.
Hart mit sich selbst sein
Eine strenge innere Stimme, ständige Schuld- oder Schamgefühle, das Gefühl, nie zu genügen oder zu viel zu sein.

Über mich
Hallo, ich bin Kristina.
Seit mehr als 17 Jahren beschäftige ich mich mit Trauma, Gewalt, Flucht und Krisenbewältigung. In der Forschung, in Krisengebieten und ganz nah am Menschen. Heute begleite ich Erwachsene, Kinder und Familien in meiner Praxis in Heidelberg.
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Ich schaue wertschätzend auf Ihre Strategien, denn sie hatten ihren Grund.
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Ich bin transparent: Sie verstehen jederzeit, wie ich arbeite.
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Humor und Leichtigkeit dürfen auch bei schweren Themen Platz haben.
EMDR
EMDR in Heidelberg: wenn Erinnerungen nicht zur Ruhe kommen.
Manche Erinnerungen fühlen sich an, als wären sie erst gestern passiert, selbst wenn Jahre vergangen sind.
EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing und ist ein international etabliertes, strukturiertes Verfahren der Traumatherapie. Dabei wird eine belastende Erinnerung gezielt aufgegriffen, während die Aufmerksamkeit gleichzeitig nach außen gelenkt wird. Meist durch geführte Augenbewegungen, manchmal auch durch Töne oder sanftes Tippen.
Wichtig zu wissen: EMDR beginnt nie mit der belastenden Erinnerung. Am Anfang stehen immer Sicherheit, Stabilisierung und die sorgfältige gemeinsame Klärung, ob und wann dieses Vorgehen passt. Die Klient:innen bleiben dabei während der gesamten Sitzung am Steuer, Pausen oder das Tempo zu verändern ist jederzeit möglich.
Wann EMDR in Betracht kommen kann:
Nach belastenden Ereignissen
Etwa nach einem Unfall, einem Verlust, einem medizinischen Eingriff oder einem Übergriff. Wenn ein bestimmtes Erlebnis nicht zur Ruhe kommen will.
Bei länger zurückliegenden Erfahrungen
Auch Erlebnisse aus der Kindheit oder wiederholte belastende Erfahrungen, die bis heute nachwirken, können in der EMDR-Arbeit aufgegriffen werden.
Wenn der Körper mitreagiert
Wenn bestimmte Bilder, Orte oder Situationen immer wieder körperliche Reaktionen auslösen. Herzklopfen, Enge, Anspannung.
Wenn Reden allein nicht reicht
Manche Menschen haben ein Erlebnis schon oft durchdacht und besprochen und wünschen sich einen Ansatz, der nicht nur über das Gespräch arbeitet.
Meine Begleitung
Stabilität kommt zuerst
Bevor es um die Verarbeitung belastender Erlebnisse geht, bauen wir innere und äußere Stabilität auf. Wir erarbeiten Wege, die helfen, mit starken Gefühlen umzugehen und sich in schwierigen Momenten selbst zu beruhigen.
Der Körper spricht mit
Belastende Erfahrungen sind nicht nur Gedanken, sondern auch im Nervensystem. Körperorientierte Verfahren beziehen deshalb ein, was der Körper erzählt: Anspannung, Enge, Unruhe und auch Momente von Weite und Ruhe.
Innere Bilder als Ressource
Mit imaginativen Übungen, wie einem inneren sicheren Ort, entstehen Anker, die Halt geben können, wenn es schwer wird. Diese können Sie auch über die Sitzungen hinaus im Alltag begleiten.
Wertschätzung für Ihre Strategien
Was heute vielleicht hinderlich ist, hatte oft eine wichtige Funktion. Statt gegen diese Strategien anzukämpfen, lernen wir zu verstehen, warum sie entstanden sind und was Sie heute brauchen.
Klopftechniken & PEP®
Mit einfachen Klopftechniken kann man sich in belastenden Momenten selbst unterstützen. Sie lassen sich leicht erlernen und in den Alltag einbauen. Klopfen kann jederzeit und überall angewendet werden, ganz ohne Hilfsmittel.
Auch bei ADHS & Trauma
ADHS und belastende Erfahrungen überlagern sich häufig. Wenn beides bei zusammenkommt, behalten wir beide Themen im Blick.
Mehr zu ADHS bei Erwachsenen →
MeinE SchwerpunktE
Wenn ADHS und Trauma
sich überlagern.
Was gehört zu Neurodiversität und was ist eine Überlebensstrategie, die einmal ihren Grund hatte?
ADHS und belastende Erfahrungen können sich ähnlich anfühlen. Unruhe, Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme, das Gefühl, ständig „an" zu sein. Und sie kommen häufig gemeinsam vor: Wer mit ADHS aufwächst, macht häufig verletzende Erfahrungen. Wer Belastendes erlebt hat, dessen Nervensystem reagiert empfindsamer.
Als Traumatherapeutin schaue ich gemeinsam mit Ihnen hin, wertschätzend und ohne zu bewerten, denn Ihre Strategien hatten ihren Grund. Beide Themen dürfen Raum bekommen.
Hinweis
Was meine Begleitung leisten kann - und was nicht.
Traumatherapie in meiner Praxis ist eine Privatleistung als Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie ersetzt keine ärztliche oder psychiatrische Behandlung. Wenn im Verlauf deutlich wird, dass eine andere Behandlungsform für Sie besser geeignet ist, spreche ich das offen an und unterstütze Sie bei der Orientierung.
Wenn Sie akut Hilfe brauchen:
In akuten Krisen: Wenn es Ihnen gerade sehr schlecht geht oder Sie sich in einer Notlage befinden, wenden Sie sich bitte an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117), die Telefonseelsorge (0800 111 0 111, rund um die Uhr und kostenfrei) oder im Notfall an die 112.

der weg zum kennenlernen
Der erste Schritt zu unserem Gespräch.
1
Schreiben Sie mir über das Formular ein paar Zeilen zu Ihrem Anliegen. Ich melde mich zeitnah bei Ihnen zurück.
2
Wir sprechen über das, was Sie aktuell belastet. Sie entscheiden, wie viel Sie erzählen möchten.
3
In Ruhe entscheiden
Sie lassen das Gespräch nachwirken und entscheiden dann, ob sich die Zusammenarbeit stimmig anfühlt.
FAQ
Woran erkenne ich, ob Traumatherapie für mich sinnvoll sein könnte?
Kann Traumatherapie auch bei lange zurückliegenden Erfahrungen sinnvoll sein?
Muss ein Trauma durch ein einzelnes schweres Ereignis entstanden sein?
Muss ich über alles sprechen, was ich erlebt habe?
Was genau passiert in einer EMDR-Sitzung?
Ist EMDR auch etwas für mich, wenn ich kein „großes" Trauma habe?
Kann man nur mit EMDR bei Trauma arbeiten?
Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?

